meine Kunst - mi arte


KUNSTEPOCHEN ab 1905 n. Chr.

Kunst ist eine Flächengestaltung, anders als die dreidimensional wirksame Bildhauerkunst und Architektur. Im Gegensatz zur Grafik von der Farbe bestimmt. Je nach Art des Bildträgers unterscheidet man unter anderem Wandmalerei, Tafelmalerei, Leinwandmalerei, Buchmalerei. Auch Stein oder Metall kann als Untergrund dienen. 

 

Nach den jeweils verwendeten Bindemitteln, die erst die Verwendung der Farbpigmente als Malmittel ermöglichen, kann eine weitere Unterteilung der Malerei vorgenommen werden. Leicht, lichtdurchlässig wirkt die auf Wasserfarben basierende Aquarellmalerei, die bei größerer Beimengung von Bindemitteln (klebende Lösungen, Emulsionen, Harze und Öle) durch dichtere Deckfarben zur Gouchemalerei wird. Seit der Antike existiert die Tempera-Malerei (mit bindender Emulsion wie Ei, Leim, Kasein u.a.). Als Erfinder der Ölmalerei gelten traditionsgemäß die Brüder Hubert und Jan van Eyck (Niederlande, um 1430). 

 

Man unterscheidet in der Malerei verschiedene Gattungen, z.B. Landschaftsmalerei, Porträt, Genre, Stillleben, Historienmalerei die alle eine eigene Entwicklungsgeschichte haben. Unter den Begriff Malerei fallen auch Porzellanmalerei, Fassmalerei (Bemalen von Skulptur), Glasmalerei, Mosaik. Die älteste Form erhaltener Malerei ist die Wandmalerei: Die früheste steinzeitliche Höhlenmalerei ist ca. 30 000 Jahre alt. Aus Ägypten sind Ausmalungen der Pharaonengräber erhalten. Auch Griechen und Römer schmückten ihre Häuser mit Wandgemälden in Pompeji. Die Tafelmalerei lässt sich bis zu den ägyptischen und antiken Mumienporträts zurückverfolgen, sie wurde weiter entwickelt in der byzantinischen Ikonenmalerei. 

 

Frühe Zeugnisse christlicher Malerei sind in den römischen Katakomben seit dem 4. Jh. n.Chr. überliefert. Im frühen Mittelalter wurde die Buchmalerei zur führenden Malweise; seit dem 12. Jh. entstand das Altarbild als dominierende Form der Tafelmalerei, überwiegend auf Holztafeln und in Tempera mit Goldgrund gemalt ... weiter auf der nächsten Seite ...

EXPRESSIONISMUS um 1905 bis 1920 nach Chr. (wikipedia)

 

Künstlerische Bewegung, die in der Abgrenzung zum Natura-lismus und Impressionismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand. Im 20, Jahrhundert löste der Expressionismus den Impressionismus ab. Wichtig war nicht mehr die Darstellung der äußeren Erscheinung von Dingen, vielmehr gilt es im Expressionismus Elemente wie Farbe, Dynamik und Gefühl bildnerisch umzusetzen. Farbe und Formen sind keinen Regeln mehr unterworfen, Motive werden auf das Wesentliche reduziert.

 

Farben werden oftmals ungemischt verwendet und in völlig neuer Art nebeneinander gesetzt um so einen Effekt zu erzielen. Die traditionelle Perspektive wird aufgelöst.Die Maler wollten ihre eigenen Regungen und Gefühle ausdrücken. Besonders viel Aufmerksamkeit erzielten damals Künstlerverbindungen wie "Der blaue Reiter" oder "Brücke". Der Expressionismus wollte in erster Linie in der Form das Geistige darstellen und verzichtete so bewusst auf eine naturgetreue Wiedergabe des Gegenständ-lichen. 

 

Die bildnerischen Mittel wie Farben, Formen, Linien gewinnen zusehends an Eigendynamik, zielen auf den Ausdruck seelischer Befindlichkeit (Teilautonomie der bildnerischen Mittel). Wichtige Künstler: Paul Klee, Paul Gauguin, Marc Chagall, Max Ernst, Wassily Kandinsky, Franz Marc, Gabriele Münter, Paula Modersohn-Becker. Vincent van Gogh, Max Beckmann, Kokoschka, Rouault. 

Der Schrei von Edvard Munch -wikipedia.org

FAUVISMUS UM 1904 bis 1907 nach Chr. (wikipedia)

 

Ist eine in der Kunstgeschichte gebräuchliche Sammel-bezeichnung für mehrere Werke, die zwischen 1904 und 1907 in Frankreich von einer Gruppe von Malern hervorgebracht wurde. Er stellt die erste künstlerische Avantgarde Bewegung innerhalb der Malerei des 20. Jahrhunderts dar. Fauvismus eine Nachimpressionistische Stilentwicklung der französischen Malerei im 1. Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts (1905-1907).

 

Die „Fauves“ (Wilde) setzten anstelle der gebrochenen Farben des Impressionismus reine, leuchtende Farbflächen neben-einander. Die ersten Programmformulierungen des Fauvismus deckten sich mit den Thesen der deutschen Expressionisten. Mit ihren bunten, leuchtenden Bildern schockierten die Fauves, die "Wilden", die Pariser Kunstszene Anfang des 20. Jahrhunderts. 

 

Merkmale: Intensität der Farbe, Leuchtkraft / Rein-heit franz. Mittelmeer-küste (Arbeitsort). Verhältnis Fläche - Raum: Bildraum entsteht vom Vordergrund aus durch Farbrhythmik der Fläche (nicht illusionistisch). Positive Wertung  von Dekorativität ornamentartige Rhythmisierung von Flächen, Vitalität, Beschäftigung mit Primitivismus.

Mädchen nackt von Ernst Ludwig Kirchner - wikipedia.org

 

ASHCAN SCHOOL um 1908 bis 1919 (wikipedia)

 

Progressive Gruppe von US-Malern und Illustratoren, drunter Sloan, Bellows, Glackens, Luks und Henri. Ihnen ging es darum, die manchmal brutale Realität des Alltags vor allem in New York zu zeigen. Die Künstler stammten alle aus Philadelphia und siedelten später nach New York um, wo sie nach der Gruppe The Eight 1908 die Ashcan School gründeten. Der Name entstammte Kritiken an ihren Motiven aus dem Abfalleimer.

 

 

 

John French Sloan, McSorley's Bar,1912, Detroit Institute of Arts - wikipedia.org

Analytischer Kubismus ab 1907 bis ca. 1913 (kettererkunst.de)

 

Im analytischen Kubismus, ab 1907 bis 1913 von Picasso und Braque entwickelt, werden die Gegenstände auf bestimmte Grundformen hin analysiert und, unter Verzicht auf bunte Farben und traditionelle illusionistische Bildmittel, wie ein einheitlicher Raum, einer Verwendung der Perspektive und Erkennbarkeit der abgebildeten Objekte, die in geometrische Teile zergliederten Dinge auf der Bildfläche ausgebreitet. Daraus ergibt sich, dass die Gegenstände sehr kantig und zersplittert wirken und nur mehr oder weniger Bezug zu den realistischen Formen der Dinge haben. Diese Darstellung ermöglicht es daher, diese gleichzeitig (simultan) aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten (polyvalente Perspektive).

 

 

Simultaneität ist deswegen ein Leitwort des Kubismus. Oft erscheinen manche Bildteile transparent, wodurch simultan mehrere Ebenen sichtbar sind. Auf plastische und perspektivische Wirkung wird verzichtet und die Farbpalette auf wenige Farben begrenzt; es herrschen in den Werken vor allem Braun-, Grau und gedämpfte Grüntöne vor. 

 

Terminus synthetischer Kubismus für die nach folgende Periode von etwa 1913 bis in die 20er Jahre. Im Analytischen Kubismus wird das "Eigenleben der Form" in den Vordergrund gestellt, was durch geometrisches Facettieren der Formen geschieht, verstärkt durch harte Licht- und Schattenwirkungen. Farben sind von untergeordneter Bedeutung.

 

Robert Delaunay, Durchblick auf den Eiffelturm, 1910 - wikipedia.org

 

Le Sacré-Coeur de Montmartre, Georges Braque, 1910

Orphischer Kubismus

 

 

 

 

DIE BRÜCKE um 1905 bis 1913 (wikipedia)

 

Wichtige Deutsche Avantgarde-Gruppierung, in Dresden gegründet durch Kirchner, Schmidt-Rottluff, Heckel und Bleyl. Die Künstler setzten radikale politische und soziale Ansichten in moderne, städtische Motive oder Landschaften mit Figuren um. Später schlossen sich weitere Künstler wie Nolde, Pechstein und Mueller an. Einflüsse lieferten die aktuellen Pariser Strömungen und primitive exotische Kunst sowie das Leben in der Stadt und die freie Natur. 

 

Typisch sind die leuchtenden Farben, hervorstehenden Konturlinien und der bewusste Verzicht auf komplexe Maltechniken. Merkmale: wichtigste Vereinigung des Deutschen Expressionismus. Relativ einheitlicher “Brücke-Stil”: sinnlich - organische Komponente soziales Engagement eindringliche Darstellung psychischer Zustände / Einssein mit der Natur. Gefühlsstarke Deutung der Landschaft Kraft und Dynamik. Holzschnitt, Impulse bis in die 20er Jahre v.a. Gebrauchsgraphik (Plakat).

Buch Brücke, der Club der wilden Maler von Preste - amazon.de

PRÄRAFFAELITEN ab Mitte 19. Jahrhunderts (wikipedia)

 

Die Präraffaeliten waren eine in der Mitte des 19. Jhr. in England zusammengekommene Gruppe von Malern. Sie schufen und prägten den nach ihnen benann-ten Präraffaelismus, einen Stil, der stark beeinflusst war von den Malern des italienischen Trecento und Quattrocento und von den deutschen Nazarenern – aber auch von Künstlern der italienischen Renaissance wie Botticelli und insbesondere Raffael, obwohl die Präraffaeliten jene bereits ablehnten.

 

Anders als die Nazarener hatten sie nicht nur einen religiösen Impetus, sondern setzten sich in ihrer Themenwahl zunächst auch mit den sozialen Aspekten ihrer Zeit auseinander. Die Präraffaeliten stehen in engem Zusammenhang mit der späteren Arts-and-Crafts-Bewegung um William Morris, ebenso zum Ästhetizismus, zum Symbolismus und zum Jugendstil. Sie waren letztlich ein Ausfluss romantischen Strebens zur Natur, die zum Teil stark mystifiziert wird, zum anderen ist eine Hinwendung zum Mittelalter zu verzeichnen, die auch auf dem Kontinent die kulturelle Debatte der Zeit bestimmte.

John Everett Millais The Black Brunswicker - wikipedia.org

FUTURISMUS ab 1909 (wikipedia)

 

Italienische künstlerische Strömung (ab 1907) Hauptinitiator Marinetti ihm angeschlossen die Künstler Boccioni, Balla, Carra, der Architekt Santa. Abkehr von akademischen Traditionen, Verherrlichung technischen Fortschritts speziell der Geschwindigkeit. 

 

Der Futurismus war eine aus Italien stammende avantgar-distische Kunstbewegung, die aufgrund des breit gefächerten Spektrums den Anspruch erhob, eine neue Kultur zu begründen. Der Einfluss des Futurismus geht wesentlich auf seinen Gründer Filippo Tommaso Marinetti zurück und dessen erstes futuristisches Manifest von 1909. Die Bewegung endete mit dem Tod Marinettis im Jahre 1944. Die Malerei wurde neben der Bildhauerei zur führenden Kunstrichtung im Futurismus.

 

Abgelehnt wurden: Der Kult der Vergangenheit, die Besessenheit für das Alte, die Pedanterie, der akademische Formalismus, jede Form der Nachahmung, alle schon abgenutzten Themen und Motive und die Kunstkritiker. Diesem Papier folgte wenige Tage später das Technische Manifest der futuristischen Malerei mit den Postulierungen von universellem Dynamismus, Aufrichtigkeit und Reinheit bei der Darstellung der Natur sowie der Zerstörung der Stofflichkeit der Körper durch Bewegung und Licht.

 

Klassische Motive wurden abgelehnt, die Aktmalerei wurde im Manifest als ebenso widerwärtig und deprimierend wie der Ehebruch in der Literatur bezeichnet. Man strebe nicht das Abbild eines Ereignisses, sondern die Darstellung der Erlebniswelt des Künstlers oder der von ihm dargestellten Person an. Was Boccioni propagierte, war auf der Leinwand noch unerprobt. In der Praxis sollte es sich als schwierig darstellen, sich vom Kubismus, Pointillismus und den Impressionisten klar genug abzugrenzen. Als letztes Unterscheidungsmerkmal blieb oft nur die forcierte Darstellung von Bewegungsabläufen.

Umberto Boccioni, Einzigartige

Formen der Kontinuität im Raum,

1913 - wikipedia.org

 

Natalia Goncharova, Radfahrer, 1913

PITTURA METAFISICA ab 1910 bis 1920 (wikipedia)

 

Die Pittura Metafisica (Metaphysische Malerei) ist eine italienische Strömung der Malerei, die sich etwa ab 1910 entwickelte und bis in die Mitte der 1920er-Jahre anhielt. Der Name kommt von Metaphysik, was die Lehre von den Gründen und Zusammen-hängen des Seienden bedeutet. Im Jahre 1917 wurde von Giorgio de Chirico sowie seinem Bruder Alberto Savinio und dem Futuristen Carlo Carrá die Scuola Metafisica in Ferrara gegründet.

 

Dargestellt wird die Malerei der Pittura Metafisica in Form nahezu bühnenhafter, meist menschenleerer Plätze. Veränderte Proportionen, unrealistische Farbgebung und die unkorrekte Wiedergabe von Licht und Schatten, sowie die Verwendung mehrerer Fluchtpunkte prägen dieses Genre. Durch das Fehlen der Luftperspektive erscheinen zahlreiche Gemälde wie in einem Vakuum. Inhaltlich wird durch die vielfach dargestellte Umwertung der bestehenden Werte eine Verbindung zum Widersprüchlichen hergestellt.

 

Die Drei bekannte Vertreter der Pittura metafisica waren: Giorgio de Chirico (1888–1978), Carlo Carrà (1881–1966), Giorgio Morandi (1890–1964)

 

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DER BLAUE REITER um 1911 bis 1914 n. Chr. (wikipedia)

 

Obwohl mit dem Almach von 1912 eine Art Manifest existierte, verstanden sich die Expressionisten um Kandinsky und Marc eher als Aktionsbündnis denn als Gruppe. Marc hatte eine Vorliebe für Blau, das er ebenso wie Kandinsky auch symbolhaft verstand, und beide malten immer wieder Reiter bzw. Pferde - so entstand der Name. Ihr Anliegen war es, mit Hilfe von Vereinfachung und Farbwirkung spirituelle Werte in der Kunst auszudrücken.

 

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SUPREMATISMUS ab 1919 bis 1927 n. Chr. (wikipedia.org)

 

Suprematismus ist eine Stilrichtung der Moderne der bildenden Kunst, mit Verwandtschaft zum Futurismus und Konstruktivismus. Sie entstand in Russland und hatte von 1915 bis zum Beginn der 1930er Jahre Geltung. Der Suprematismus ist eine von Kasimir Malewitsch (1878-1935) begründete Kunstströmung im Umkreis des Konstruktivismus und entstand um 1913.

 

Erstmalig im "Suprematistischen Manifest" von 1915 und später in diversen weiteren Schriften formulierte Kasimir Malewitsch die theoretischen Grundlagen des Suprematismus und proklamierte darin dessen völlige Befreiung vom Gegenstand, die zum absoluten und reinen Empfinden führe.

 

Gleichzeitig spielte in den suprematistischen Kunstwerken die Vorstellung von Unendlichkeit eine wichtige Rolle. Vor diesem Hintergrund ist die Wahl des Namens verständlich, geht die Bezeichnung Suprematismus etymologisch doch auf das lateinische Wort "supremus" zurück und bedeutet "höchst" oder "äußerst".

 

Wegweisende und notwendige Voraussetzung für die Entstehung des Suprematismus ist in der konstruktivistischen Herkunft Kasimir Malewitschs zu sehen, war dort doch die Abkehr vom mimetischen Abbild und die Verwendung geometrischer Formen bereits vollzogen worden.

 

Auf formaler Ebene ist auch der Suprematismus durch den radikalen und konsequenten Einsatz einfacher geometrischer Formen gekennzeichnet. Diese Formen, vor einem neutral gehaltenen Hintergrund in der Fläche angeordnet, sollten zu einem neuen Empfinden von Raumstrukturen führen.

Olga Rosanowa, 1916

 

Kasimir Malewitsch Yellow and Black, 1916 wikipedia.org

VORTIZISMUS um 1913 bis 1915 (wikipedia)

 

Kurzlebige, aber einflussreiche britische Avantgarde-Gruppierung, die erstmals in der englischen Kunst die Abstraktion propagierte. Die Vortizisten griffen kubistische und futuristische Konzepte auf und wollten damit die britische Kunstszene und Gesellschaft aufrütteln. Dreh- und Angelpunkt war Wyndham Lewis, der Herausgeber der vortizistischen Zeitschrift Blast.

 

Ein prominenter Vertreter war auch Christopher Nevision, der eine kurze Blütezeit als Anführer der englischen Avantgarde erlebte und seine besten Werke im Ersten Weltkrieg als offizieller Kriegsmaler schuf. Die Bewegung löste sich schon nach einer Ausstellung 1915 wieder auf, hinterließ jedoch Spuren in der modernen britischen Kunst.

 

Umschlag Blast Nr. 2, gestaltet

von Wyndham Lewis, 1915

- wikipedia.org

KONKRETE KUNST ab 1900 Jahrhundert (wikipedia)

Um 1903 herum begann eine große Wende in der Kunst. Malerei und Plastik entfernten sich zusehends von der sichtbaren Wirklichkeit. Henri Matisse sagte, dass man beim Betrachten eines Bildes völlig vergessen müsse, was es darstelle. Es ist Kunst, die Form, Farbe und Bildgestaltung weit-gehende Autonomie von Gegenständlichem zugesteht. Diese Absatzbewegung von der Welt des Sichtbaren wurde Abstraktion genannt. Es geht um die Konzentration auf das Wesentliche, das Notwendige. 

Ab 1910 tauchte eine Kunst auf, die den Weg der Abstraktion konsequent weiterführte. Jeder Rest von Darstellung, bildlich oder figürlich, wurde abgelehnt: „Ließ sich eine solche – offensichtlich völlig unabhängig gewordene – Kunst noch als Extremform der Abstraktion, als integrale oder totale Abstraktion bezeichnen? Lag da nicht etwas grundlegend Neues vor, eine vollständige Autonomie des bildnerischen Gestaltens?“ Wassily Kandinsky stellte fest, die Kunst folge nur noch ihren eigenen, kunstimmanenten Gesetzmäßigkeiten. Es sei eine Kunst der reinen Gegenstandslosigkeit. 

„Die neue Kunst hat den Grundsatz in den Vordergrund gestellt, dass Kunst nur sich selbst zum Inhalt haben kann. So finden wir denn in ihr nicht die Idee von irgendetwas, sondern nur die Idee von der Kunst selbst, von ihrem Selbstinhalt. Die ureigene Idee der Kunst ist ihre Gegenstandslosigkeit.“ - Wassily Kandinsky.

 

 

Jo Niemeyer, Skulptur in der

Kunsthalle Villa Kobe - wikipedia.org

DADAISMUS um 1915 bis 1925 (wikipedia)

 

Der Dadaismus entwickelte sich 1915 aus einem Widerstand gegen den 1. Weltkrieg und der sich somit reduzierenden Lebens- und Kunstanschauung. Man nimmt an, dass Hugo Ball (1886 bis 1927) und Richard Huelsenbeck (1892 bis 1974) beim Durchblättern eines französischen Wörterbuches auf das Wort Dada gestoßen sind, was Steckenpferd bedeutet und sie an Kindheit und Freiheit erinnerte, da es auch etwas unsinnig klingt.

 

„Dada war keine gemachte Bewegung, sondern ein gewachsener Gedanke, der der Reaktion auf das Vogel-Strauß-Denken der so genannten Heiligen Kunst entsprach, deren Kritiker über Kubismus und Gotik brüteten, während die Generäle mit Blut malten das Schießen geht weiter, es gibt weiterhin Profitgier, Hunger und Lügen; warum diese ganze Kunst? War es nicht der größte Schwindel vorzugeben, Kunst schaffe geistige Werte?“ Georg Grosz und Wieland Herzfelde

 

Dada umfasst Theater, Malerei, Dichtung, Musik und Film. Die Vertreter verwenden den Zufall und die Sinnlosigkeit als Prinzip. Für das Wort "Dada" selbst gibt es verschiedene Erklärungen : russische Bezeichnung für Schaukelpferd, erstes Stammelwort von Kindern oder "Dada" war das erste Wort das durch zufälliges Aufschlagen eines Lexikon ausgewählt wurde.

Fontäne (Ready-made), Marcel Duchamp, 1917 - wikipedia.org

KONSTRUKTIVISMUS erste Hälfte 20. Jahrhundert (wikipedia)

 

Der Begriff Konstruktivismus leitet sich vom lateinischen „construere“ – „aufbauen, errichten, in Verbindung bringen“ ab. Wenn man in der modernen Kunst vom Konstruktivismus spricht, bezeichnet man damit eine Form der künstlerischen Gestaltung, die sich aus kontrollierten Elementen und bestimmten definierten Beziehungen zusammensetzt. Der Künstler konstruiert ein Bild oder eine Skulptur, wobei die Maßeinheiten, d.h. die Relationen der Elemente exakt vorgegeben sind. Oftmals gingen einem konstruierten Werk wochenlange Planungen und mathematische Berechnungen voraus.

 

 

Der Konstruktivismus setzte sich das Ziel, eine Kunst zu schaffen, die den Bedingungen einer wissenschaftlichen und technischen Zeit entspricht und dem in ihr lebenden Menschen ein entsprechendes ästhetisches Erleben vermittelt. Der Konstruktivismus des 20. Jahrhunderts weißt drei Tendenzen auf: Der propagandistische Konstruktivismus wurde primär vom russischen Konstruktivismus vertreten. 

 

Die Impulse des analytischen Konstruktivismus gingen von Bauhaus, de Stijl und der konkreten Malerei aus. Der praktisch-experimentelle Konstruktivismus wirkt noch bis in die Gegenwart und hat viele zeitgenössische Künstler beeinflusst. Die beiden letzten Stadien werden allgemein als Internationaler Konstruktivismus zusammengefasst, um sich vom politisch-national motivierten Russischen Konstruktivismus abzugrenzen.

 

 

Kasimir, Malewitsch, Der Holzfäller, 1912-13, Amsterdam - wikipedia.org

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Hier stelle ich Ihnen einige interessante Bücher vor, die ich gerne gelesen habe und auch einige meiner Quellen für meine Homepage her sind. Buchserie Wie erkenne ich? Die Kunst der Renaissance; Die Kunst des Kubismus usw., Kunst verstehen Alles über Epochen, Die Geschichte der Malerei von Anna-Carola Krausse, Kunst kompakt von Robert Cumming, Kunstlexikon: Cornelsen, Johannes Eucker, Neue Enzykopädie der Kunst: Equinox Limited – Deutscher Bücherband.

 

    

Hier sind einige Interessante Internetseiten, die ich immer wieder gerne besuche und auch einen Teil meiner Informationen über die Kunst her habe.

 

m.schuelerlexikon.de, cubanfineart.com, art-magazin.de, wissen-digital.de, wissen.de, rheinische-art.de, reimer-mann-verlag.de, enzyklo.de, wikipedia.org, wikiartis.de, wikimedia.com, beyars.com, arsmundi.de, kunstaspekte.de, kunstwissen.de, kunst-zeiten.de, kettererkunst.de, universal_lexikon.com

 

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